Die Entwicklung der Zecke

Jede Zecke, die uns im Frühjahr an die Haut möchte, hat ihr Leben einmal als Larve begonnen. Nachdem das kaum millimetergroße Spinnentier aus dem Ei geschlüpft ist, beginnt es sofort mit der Suche nach Nahrung. Als erster Wirt der Zeckenlarve dienen meist kleine Nager, aber auch Vögel. Nach fünf Tagen beendet die sechsbeinige Larve ihre Blutmahlzeit und lässt sich abfallen. Diese eine Mahlzeit reicht aus, um das nächste Entwicklungsstadium zu erreichen. Aus der Larve wird nach einer Häutung eine sogenannte Nymphe. Sie ist bereits etwas größer, hat acht Beine und sucht sich nun einen ebenfalls größeren Wirt. In der Nymphenphase zählen Kaninchen, Katzen und Hunde zu den bevorzugten Wirten des Tieres, aber auch Menschen.

Die Nymphen des hiesigen Holzbocks wandeln sich nach einer Blutmahlzeit durch eine weitere Häutung direkt zum adulten (erwachsenen) Tier aus. Es sind in erster Linie diese adulten Zeckenmännchen und -weibchen, die es auf Menschen als Wirte abgesehen haben. Am Ende eines 2- bis 5-jährigen Zeckenlebens steht für das Weibchen die Eiablage. Das Tier legt bis zu 4000 Eier auf Grashalmen ab, aus denen wiederum winzig kleine Zeckenlarven schlüpfen.

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